Jürgen Frohriep Todesursache

Jürgen Frohriep Todesursache
Jürgen Frohriep Todesursache

Jürgen Frohriep Todesursache | Jürgen Frohriep war ein deutscher Schauspieler, der auch als Synchronsprecher arbeitete. Er war der Bruder des Schriftstellers Ulrich Frohriep, der ebenfalls Schriftsteller war.

Jürgen Frohriep, ein 65-jähriger Ost-Berliner Schauspieler, bekannt durch seine Rolle in „Polizeiruf 110“, wurde am 23. Juli 1993 tot in seinem Elternhaus aufgefunden nur weil er mehr Geld sammeln wollte.Weder eines seiner vier Kinder noch ein Mitarbeiter machten sich während dieser Zeit Sorgen um Frohrieps Aufenthaltsort.

Sie gehört längst zum Alltag einer atomisierten Gesellschaft, deren Mitglieder, mit den Worten des Bamberger Soziologieprofessors Gerhard Schulze, ihren Nachbarn als „eine Art Konsumgut“ betrachten – eines, das ein Verfallsdatum hat, nach dem der Unterhaltungswert beginnt zu vermindern.

Das Sterben in einem fremden Land, abgeschnitten vom Rest der Welt, ist typischerweise der Höhepunkt eines einsamen Lebens, das in deutschen Städten immer häufiger vorkommt.

Menschen auf der ganzen Welt leiden unter Einsamkeit, und nicht mehr nur Kranke und Verarmte werden von der Gesellschaft im Stich gelassen und müssen ihr Dasein auf der Straße fristen.

Auch unter den einst hippen und gefeierten Yuppie-Singles macht sich Frust breit: Man fühlt sich einsam und beklagt sich darüber, dass es immer schwieriger wird, passende Partner zu finden.

Der moderne Stadtbewohner wird unabhängig von Alter, Beruf oder finanziellem Niveau zunehmend in die freiwillige Isolation gezogen. Peter Sloterdijk vom Institut für Kulturphilosophie der Universität Karlsruhe erklärt, dass Städte “von losen Individuen bevölkert sind, die freiwillig oder unfreiwillig niemandem gehören”.

1951 nahm er eine Stelle als Darsteller am Berliner Theater der Freundschaft an. Danach trat er noch mehrfach in verschiedenen Theatern der DDR auf.

Der Regisseur Konrad Wolf besetzte ihn Ende der 1950er Jahre (1959) in der Titelrolle seines Antikriegsfilms Sterne. Mit diesem Film gelang Frohrieps beruflicher Durchbruch.

Seine genauen Aufgaben innerhalb des DEFA-Ensembles richteten sich nach dem Soldatentypus, dem er als ständiges Mitglied zugeordnet war. J. Frohriep verkörperte in dem Film Wolf unter Wölfen (1965), der auf einem Roman von Hans Fallada beruhte, einen Schwarzen Reichswehroffizier.

1966 spielte er in dem Film Ohne Kampf kein Triumph die Rolle des Rennfahrers Manfred von Brauchitsch. Seit Ende der 1960er Jahre hatte er es schwer, Arbeit als Schauspieler zu finden. 1973 trat Frohriep als Nebenfigur in dem Film Die Legende von Paul und Paula unter der Regie von Wolfgang Petersen auf.

Jürgen Frohriep begann 1973 beim DDR-Fernsehen und arbeitete dort bis zu seinem Tod 2003. Von 1972 bis 1974 arbeitete er als Polizeileutnant in der Krimiserie Polizeiruf 110, wo er als Kriminalbeamter tätig war.

Jürgen Frohriep Todesursache

Lange Zeit wurde die Rolle von Kapitän Fuchs dominiert, der von Peter Borgelt gespielt wurde, aber mit der Zeit gewann die Figur eine eigene Identität. Zwischen 1972 und 1991 war Hübner an der Aufklärung von insgesamt 64 Fällen beteiligt.

Darüber hinaus war Frohriep ein bekannter Synchronsprecher, der die Stimmen von Charlton Heston (Antonius und Cleopatra) und Raimund Harmstorf in der DEFA-Synchronisation von Der Seewolf (Harmstorf wurde in der westdeutschen Fassung von Kurt E. Ludwig synchronisiert) geliefert hat.

Er hatte eine Nebenrolle im DEFA-Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“ und war in mehreren indischen DEFA-Filmen sowie in den USA zu sehen.

Seit 1973 ist Jürgen Frohriep als Oberleutnant Hübner in der deutschen Fernsehserie „Polizeiruf 110“ zu sehen. Der Beginn seiner Karriere stand im Schatten seines Mentors Peter Borgelt alias Hauptmann Fuchs.

Obwohl es einige Zeit dauerte, gelang es ihm schließlich, seine Rolle auf eine höhere Prominenzebene zu heben. Bis 1991 schlüpfte er mehr als 60 Mal in die Rolle des charismatischen Ermittlers. Nach der Wiedervereinigung war es unmöglich, eine Rolle zu bekommen, weil es keine Angebote gab.

Frohriep litt unter zunehmendem Alkoholismus, was sich negativ auf seine zweite Ehe mit der Schauspielerin Kati Székeli auswirkte. Seine Beziehung zu seiner Frau war bereits beendet, als ihn die ARD für eine weitere Hauptrolle besetzte, diesmal als Kriminalhauptkommissar Hübner.

Bereits im Juli 1993 verstarb Frohriep allein in seiner Berliner Wohnung, Monate bevor dieser Polizeiruf ausgestrahlt wurde. Als Einsatzleiter der Polizei wird Jürgen Frohriep in guter Erinnerung bleiben. Er wäre am 28. April 2013, seinem Geburtstag, 85 Jahre alt geworden.

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