Nico Rubeli Todesanzeige

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Nico Rubeli Todesanzeige | Durch seine Mitarbeit bei „Christlich-jüdischen Projekten“ und dem Projekt „Zelt Abrahams“ war Nico Rubeli ein Wegbereiter für Frieden und Harmonie über die Grenzen des Schweizer Stadtstaates hinaus.

Pastor Nico Rubeli ist Berichten zufolge am Mittwoch im Alter von 58 Jahren in Bottmingen überraschend gestorben. Der Theologe und Schüler des kürzlich verstorbenen Basler Theologieprofessors Ekkehard Stegemann engagierte sich zeitlebens für die Begegnung mit dem Judentum und den Kampf gegen Antisemitismus und Antiisraelismus.

Er wurde in Basel und Jerusalem ausgebildet und war Schüler von Stegemann. Der in den letzten Jahren wieder aufkommende Antisemitismus sei das Grundübel der westlichen Zivilisation und stehe in diametralem Gegensatz zum Christentum.

Seit seinen frühen Jahren als Universitätspfarrer in Basel widmete er sich der Förderung des Dialogs zwischen den Religionen und wurde schließlich Chefredakteur der Zeitschrift Judaica, die sich der Erforschung des Judentums widmete.

Er war in seinem Element, wenn er sein umfangreiches Wissen mit Eifer und Begeisterung, aber auch mit Humor an andere weitergeben konnte.

Junge Menschen zu unterrichten, mit ihnen über Themen zu diskutieren und sie auf ihrem Lebensweg zu begleiten, gehörten zu den Lieblingsbeschäftigungen von Nico Rubeli.

Seine vielen Freunde schätzten die Abende in prachtvollem Ambiente, wenn der Zustand der Welt, Theologie, Psychologie, Politik und Religion auf eine dynamische, anregende und bisweilen intensive Art und Weise diskutiert wurden, immer mit einem Sinn für Humor.

Nico Rubeli war in vielen Dingen, die er aufführte und etablierte, ein Wegbereiter. Dadurch konnte er die Diskussion zwischen Judentum und Christentum auf den Islam als Teilnehmer ausdehnen.

Ein Zeltprojekt namens Abrahams-Zeltprojekt, das er 2009 im Basler Rathaus unter Beteiligung von Basler Muslimen, Kirchen beider Basel und der israelitischen Gemeinde Basel ins Leben rief, wurde von Regierungen beider Basel unterstützt und unterstützt nach dem Vorbild der CJP in seinen Zielen und Zwecken.

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Nico Rubeli war ein Pionier im Bereich der Mitarbeiterberatung und bereiste mit seinem Unternehmen die ganze Welt, wodurch er vielen Menschen in herausfordernden beruflichen Situationen zur Seite stehen konnte.

2014 zog er sich praktisch von seiner Basler Anstellung zurück und wechselte nach Filisur im Kanton Graubünden, um ein Bergpfarramt zu übernehmen.

Dort knüpfte er mit seiner langjährigen Freundin Asha den Bund fürs Leben. Nach einigen Jahren zog es die beiden aus ihrer Heimat im Hochland zurück in die Region. Er wurde berufen, die Vakanz im Pfarramt Biel-Benken zu besetzen.

Nico Rubeli-Guthauser hat Folgendes geschrieben: „Die Geschichte des Christentums ist voll von Beispielen, in denen die christliche Religion zu einem Durst nach ausschließlichem Besitz der Wahrheit, zur Übernahme der jüdischen Tradition und Macht um jeden Preis wurde.

Wir wurden immer wieder ans Kreuz genagelt immer wieder das Opfer Christi wiederholend, da wir mit christlicher Schuld belastet und als Herrscher verspottet wurden.

haben wir im Laufe der Jahre mit erschreckender Deutlichkeit demonstriert, wie tief wir das Vertrauen in die Macht des Ostergeschehens verloren haben ein ethischer Imperativ für uns Christen, die Gültigkeit unglaubwürdiger Glaubensmodelle in Frage zu stellen, um das antisemitische Todeskraut an seiner Quelle zu bekämpfen.”

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