Barbara Friesenecker Krank

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Barbara Friesenecker Krank | Barbara Friesenecker ist stellvertretende Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemeine und Chirurgische Intensivmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck.

Ihr Medizinstudium absolvierte sie an der Universität Wien. In der Eröffnung ihrer Rede nutzte sie die Krankengeschichte einer 76-jährigen Patientin, die 51 Tage auf der Intensivstation verbracht hatte, um ihre Besorgnis über die Situation zu erklären.

In der Sendung „Focus“ spricht Medizinerin Barbara Friesenecker über das Thema „LEBENSVERLÄNGERUNG oder LEIDENSVERLÄNGERUNG – Übertherapie oder friedliches Sterben in Würde“.

Neben einem Herzinfarkt war die Patientin extrem adipös und litt unter mehreren Magengeschwüren sowie arterieller Hypertonie, die mit einer schweren Lungenerkrankung und der Entwicklung einer Demenz einherging. Sie litt auch an Brustkrebs. Sie hatte eine große Lungenoperation, die eine Beruhigung erforderte.

Für Ärzte wird der letzte Lebensabschnitt eines Menschen durch eine Reihe medizinischer und rechtlicher Schwierigkeiten erschwert, die unter anderem ein Spannungsfeld zwischen Überbehandlung und Euthanasie schaffen.

Dr. Barbara Friesenecker, Professorin für Intensivmedizin an der Universität Zürich, betont, dass der Zweck der Intensivtherapie nicht nur darin besteht, das Leben zu verlängern.

“Der Patient muss die Krankheit überleben können und es muss ein therapeutisches Ziel vorliegen, sonst wird er nicht auf die Intensivstation aufgenommen.

Im Rahmen einer Veranstaltung des Graduiertenkollegs der Medizinischen Universität Innsbruck, ALUMNI-I-MED, wurden herausfordernde medizinische Entscheidungen rund um die Versorgung am Lebensende diskutiert.

Dr. Michael Ganner, Zivilrechtsexperte der Universität Bonn. Besonders wichtig waren ihm die Begriffe „Menschenwürde“ und „Autonomie“, wobei letztere als Voraussetzung für eigenverantwortliches Handeln und den Umgang mit Risiken angesehen wird.

Autonomie steht im Gegensatz zur zielorientierten Ethik des Utilitarismus, der zufolge der Wert des eigenen Lebens und die Qualität des eigenen Lebens von Dritten bestimmt werden.

Ganner sagte, dass medizinische Urteile auf zwei Säulen beruhen: der Indikationsstellung des Arztes und der Zustimmung des Patienten, die beide eingeholt werden müssen.

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Bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend zur Corona-Krise machte die Tiroler Intensivmedizinerin Barbara Friesenecker von der MedUni Innsbruck deutlich, dass die Mitarbeiterzahl auf der Intensivstation das drängendste Thema der Station sei. In der ORF-Sendung „Im Zentrum“ beschrieb sie die komplizierte Behandlung insbesondere von Covid-19-Intensivpatienten.

Die erforderliche Betreuungskompetenz ist laut Friesenecker extrem hoch.„Eher gehen uns die Personen aus, die solche Patienten auch versorgen können, bevor uns die Mittel und Betten ausgehen“, sagte Friesenecker, der auch Vorsitzender der ARGE Ethik in Anästhesie und Intensivmedizin ist.

Wir sind nicht auf Vorratshaltung im Pandemiefall eingestellt. Bei Routinetätigkeiten sollen wir möglichst unauffällig sein.“ Im Falle einer Pandemie, so der Mediziner, wäre es für die Patienten “äußerst vorteilhaft”, einen länderübergreifenden Koordinator für Intensivstationen zu haben.

Friesenecker warnte auch davor, Menschen in der Medizinbranche oder in Alten- und Pflegeheimen einzustellen, die laut einem PCR-Test noch das Coronavirus haben, deren Ct-Wert aber anzeigt, dass sie nicht ansteckend sind, obwohl sie das Virus noch haben.

Das halte ich für unglaublich unsicher“, betonte der Intensivmediziner. Aufgrund von erhöhtem Stress am Arbeitsplatz sind diese Personen einem erhöhten Risiko ausgesetzt, arbeitsbedingt zu erkranken.

Der Gesundheitsökonom des Instituts für Höhere Studien Thomas Czypionka plädierte dafür, den zweiten Lockdown zu nutzen, um Informationsdefizite wie insbesondere ungenaue Angaben zu Krankenhauskapazitäten und Intensivbetten oder ungenaue Angaben zu Personalkosten beim Contact Tracing zu beseitigen.

Um seinen Standpunkt zu veranschaulichen, zitierte er Japan: „Japan war erheblich besser vorbereitet als wir, um mit der Pandemie fertig zu werden.“ In einem Land mit mehr als 125 Millionen Einwohnern gibt es ungefähr 100.000 Fälle.

Allgemein sagte er zum Zeitpunkt der Einführung eines zweiten Lockdowns: „Eines haben wir gelernt: Je früher man einen Lockdown einführt, desto wirksamer wird er.“

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