Roncalli familie

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Roncalli familie-Bernhard Paul ist der Vorfahre von Josef Weyl, dem Textkomponisten für Johann Strauss’ Opern (u. a. Donauwalzer, Wein, Weib und Gesang). 1947 als Sohn einer Handwerkerfamilie in Wilhelmsburg, Niederösterreich, geboren, wuchs Paul in einer Handwerkerfamilie auf. Nach dem Abitur absolvierte er ein Hoch- und Tiefbaustudium mit dem Ziel, eine Anstellung im Bauunternehmen eines kinderlosen Onkels zu finden.

Aufgrund unzureichender Qualifikationen in diesem Bereich wechselte er an die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt (auch “Graphische”) in Wien. Seine Co-Piloten waren seine Freunde Josef Bramer, Manfred Deix und Gottfried Helnwein, der als seine Leibwächter diente.

Paul war 1966 für kurze Zeit Mitglied von Scientology, aus der er später seine Mitgliedschaft zurückzog; er wurde wiederholt beschuldigt, Mitglied der Organisation zu sein.

Er arbeitete als Art Director des österreichischen Nachrichtenmagazins Profil und anschließend als Creative Director für eine internationale Werbeagentur.

Paul wollte schon als kleines Kind in den Zirkus gehen. Nach einigen fruchtbaren Berufsjahren verwirklichte er seinen Traum 1975, als er gemeinsam mit André Heller den Circus Roncalli gründete.

Ihre Zirkus-Show mit dem Titel Das größte Gedicht des Universums – Zirkus als Gesamtkunstwerk repräsentierte eine neue Art der Zirkus-Programmierung. Heller und Paul hingegen sind sich schon nach wenigen Wochen gemeinsamer Zusammenarbeit über Bühnenbild und Dompteur-Nummern uneinig.

Heller verließ das Joint Venture schließlich und nahm 42 weitere Musiker und Interpreten mit. Paul arbeitete mit Studenten und Ersatzkünstlern zusammen, um seine Improvisationen zu kreieren.

Beim letzten Gastspiel mit reduziertem Programm, das 1977 während der Wiener Festwochen stattfand, trat die Kelly Family auf. Am Ende stimmte Heller dem Zirkus-Projekt erst nach einem langwierigen Rechtsstreit zu[8] und schickte Paul zurück mit hohen Schulden in seine Heimatstadt.

Roncalli familie
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Paul tauchte nicht auf und begann 1978 mit den Planungen für die Neugestaltung des Zirkus in Kölns südlicher Vorstadt. Unterstützt wurde Paul von dem Schweizer Kabarettisten Emil Steinberger, der 1977 neun Monate lang im Circus Knie zu Gast war. Emil half Paul dabei mit a darlehen und unterstützte ihn beim Bühnenbild.

Infolge der Uraufführung am 4. Juni 1980 in Köln trat er häufig in der Manege auf, wo er die Clownsfigur des Weltuntergangs August, bekannt als “Zippo”, verkörperte.

Nach einer Eingewöhnungsphase, in der Heller „die Fähigkeit erlangt hat, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen“, wurde 1992 wieder eine Kooperation mit der Wiedereröffnung des Berliner Varieté-Theaters Wintergarten begründet.

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